Bewerbungszentrum „Zukunft begleiten“ ab sofort für Euch da!

Foto: Jutta Brenzel-Land

Mit Houda Khoffi konnte eine qualifizierte Fachkraft als Leiterin für das Bewerbungszentrum "Zukunft begleiten"gefunden werden.

Im Haus der Begegnungen, der ehemaligen Hauptschule-Mitte im Haufeld, befindet sich ab sofort das neue Bewerbungszentrum des Evangelischen Kinder- und Jugendreferates An Sieg und Rhein und Bonn.

Das Pilotprojekt des Jugendreferates ist ein Baustein des Gesamtprojektes „Zukunft begleiten“, das sich um junge Menschen in besonderen Lebenssituationen kümmert. Das Bewerbungszentrum richtet sich dabei speziell an junge Geflüchtete ab 16 Jahren. Mit dem Projekt in Siegburg entsteht ein Pendant zu dem bereits existierenden Verein Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V. aus Bonn. Die Bewerbungszentren Siegburg und Bonn stehen im kollegialen Austausch.

Houda Khoffi ist seit 1. August dieses Jahres im Team des Evangelischen Kinder- und Jugendreferates angekommen und hat die Leitung von „Zukunft begleiten“ inne. Entwickelt hat sich das Projekt aus dem bereits bestehenden Integrationsprojekt im Schulzentrum Neuenhof. Was passiert mit Geflüchteten im Übergang von Schule in den Beruf? Wie gestaltet sich die Lebenssituation der jungen Menschen, was benötigen sie an Sprachförderung, an freizeitpädagogischer Begleitung, an Begleitung zu Ämtern? Genau hier setzt „Zukunft begleiten“ an:  „Wir wollen die jungen Geflüchteten in der Schule auffangen“ und möchten sie an die Hand nehmen, sie individuell beraten. Wichtig ist, sie nicht alleine zu lassen und sie zur nächsten Behörde zu schicken, sondern sie ganzheitlich zu begleiten“, erklärt Projektleiterin Khoffi, die langjährige Berufserfahrung mit Geflüchteten vorweisen kann. Ganz konkret werden die jungen Menschen bei Behördengängen, Suche nach einem Praktikums- oder nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Darüber hinaus wird ein freizeitpädagogisches Programm angeboten.

Neben der Leiterin des Projektes sollen ehrenamtliche Coaches mitarbeiten. Die Coaches sollten möglichst jung sein und sich mit den Interessen der jungen Menschen identifizieren. Des Weiteren wird mit den drei Berufskollegs im Rhein-Sieg-Kreis kooperiert. Dort erhalten junge Menschen Beratung zum Projekt und ein enger Ausstauch zu den Schulsozialarbeitern wird angestrebt. Auf die jungen Geflüchteten wartet ein vielseitiges freizeitpädagogisches Angebot. Neben einem Freizeitraum gibt es einen Schulungsraum, in dem Bewerbungstrainings möglich sind.

Über „Zukunft begleiten“ sagt Houda Khoffi: „Das Projekt ist wie für mich gemacht“. Sie kommt aus dem Bereich Deutsch als Fremdsprache, studierte neben Politikwissenschaften, Germanistik, Islamwissenschaften und als zweiten, parallel laufenden Studiengang Deutsch als Fremdsprache.

Finanziert wird das Projekt von der Kurt Maria Dohle Stiftung und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). Die Stadt Siegburg stellt kostenfrei die Räume zur Verfügung, das Evangelische Kinder- und Jugendreferat An Sieg und Rhein und Bonn sichert die Restfinanzierung.