Jugendkulturbus "1237" rollt durch Bornheim

"1237" nimmt offiziell seine Fahrt auf.

Die Stadt Bornheim und das Evangelische Kinder- und Jugendreferat der Kirchenkreise An Sieg und Rhein und Bonn präsentieren den neuen Jugendkulturbus „1237“. Bürgermeister Wolfgang Henseler hat das neue Gefährt am 30. April 2019 offiziell seiner Bestimmung übergeben.

„Ich freue mich sehr über das tolle Angebot. Der auffallende Bus wird die bereits bestehenden Projekte der Jugendarbeit in Bornheim ergänzen und bereichern“, ist sich Bürgermeister Henseler sicher.

Schließlich sticht das neue Jugendkulturmobil ins Auge: Das besondere Fahrzeug ist ein ehemaliger amerikanischer Schulbus – ausgestattet mit Sitzecke für mindestens acht Personen, Küche, mobilem Ton- und Filmstudio, Musikanlage, Flachbildschirm, Internetzugang, Spiel- und Sportmaterial sowie Gastank und Akkus für eigenständige Stromversorgung. Die Nummer „1237“ stammt noch von der alten Schulbuslinie.

Der besondere Bus sticht ins Auge.

Das Cockpit des neuen Gefährts...

...verrät dessen amerikanische Herkunft.

Der Jugendkulturbus ist ein Angebot der mobilen Jugendarbeit der Stadt Bornheim in Trägerschaft des Evangelischen Kinder- und Jugendreferats.

„Der amerikanische Schulbus ist ganz bewusst ausgewählt worden. Denn mit einem echten Eyecatcher wird die Hemmschwelle bei jungen Menschen deutlich abgesenkt – für sie ist es cool, das Jugendkulturmobil zu nutzen und mitzugestalten“, sagt Geschäftsführer Stephan Langerbeins.

Der Jugendkulturbus kommt zu den Jugendlichen...

...und stoppt vor Ort.

Ausgestattet ist er sogar mit einer Küche.

Der Bus rollt durch Bornheim und sucht Jugendliche an ihren Treffpunkten im Stadtgebiet auf, um ihnen vielfältige Freizeitangebote und Projekte anzubieten. Damit schlägt der Bus eine Brücke zwischen seinen mobilen Stationen und den festen Standortangeboten der Jugendarbeit in der Stadt Bornheim. Neben den Freizeitangeboten hat das Jugendkulturbus-Team stets ein offenes Ohr für die Belange der Jugendlichen. Durch das Jugendkulturmobil werden die Jugendlichen noch besser erreicht, betreut und präventiv unterstützt. Das Jugendkulturmobil wendet sich insbesondere jungen Menschen zu, für die der öffentliche Raum - vor allem Straßen und Plätze - von zentraler Bedeutung ist. Denn sie sind oft besonders von Ausgrenzung betroffen/bedroht oder sozial benachteiligt. Sie werden von bestehenden Angeboten nicht oder nicht ausreichend erreicht. Das gilt insbesondere für solche, die sich als Cliquen oder Szenen im öffentlich zugänglichen Raum aufhalten.

Der Jugendkulturbus ist Teil einer aktivierenden und ressourcenorientierten Sozialarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Busses werden in ihrer aufsuchenden Arbeit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gesprächs- und Kontaktangebote machen und sie direkt an ihren Treffpunkten im öffentlichen Raum beraten. Sie geben Hilfestellung zu Arbeit, Schule, Ausbildung, oder Freizeitgestaltung. Sie bieten als Vertrauenspersonen auch tatkräftige Unterstützung in persönlichen Konflikt- und Krisensituationen an. Als erste Ansprechpartner nehmen sie dabei Brücken-, und Lotsenfunktionen ein. Sie helfen bei Bedarf und auf ausdrücklichen Wunsch der Jugendlichen bei der Herstellung von weiterführenden Kontakten zu Schulen, Betrieben, Beratungsstellen, Jugendamt und Jugendgerichtshilfe sowie zu Anwälten, Agentur für Arbeit, Jobcenter und anderen.

Der Jugendkulturbus "1237" ist ein Angebot...

...der mobilen Jugendarbeit der Stadt Bornheim in Trägerschaft des Evangelischen Kinder- und Jugendreferats der Kirchenkreise An Sieg und Rhein und Bonn.

Der Bus macht Station in Waldorf, Merten, Hersel und Bornheim

Der Bus steht dienstags von 16 bis 19 Uhr an der Wendelinus-Schule und von 19.30 bis 22 Uhr an der St. Nikolaus-Schule in Waldorf. Mittwochs macht er von 16 bis 21 Uhr an der Heinrich-Böll-Sekundarschule in Merten Station. Donnerstags hält das optisch ansprechende Gefährt von 16 bis 21 Uhr am Fischerhäuschen in Hersel. Und jeden Freitag empfängt es die Jugendlichen von 16 bis 22 Uhr an der Europaschule in Bornheim.

Die einmaligen Investitionskosten für Anschaffung, Umbau und Einrichtung des Busses belaufen sich auf rund 75.000 Euro. Der einmalige Investitionskostenzuschuss der Stadt Bornheim beträgt 35.000 Euro. Das Jugendreferat hat ca. 40.000 Euro investiert. Der Jugendhilfeausschuss hatte in seiner Sitzung am 14. November 2018 beschlossen, die Trägerschaft für die mobile Jugendarbeit an das Evangelische Kinder- und Jugendreferat der Kirchenkreise An Sieg und Rhein und Bonn zu vergeben (der Vertrag läuft bis 2021). Dabei handelt es sich um die zentrale Fachstelle für die Evangelische Jugendarbeit in den Kirchenkreisen, dazu gehören 45 Kirchengemeinden mit über 50 haupt- und einigen hundert ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Das Jugendreferat ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Träger unterschiedlicher Projekte in einem breiten Spektrum der Arbeit mit jungen Menschen. Insgesamt werden zehn Offene Türen unterhalten. Das Evangelische Kinder- und Jugendreferat ist bereits langjähriger Kooperationspartner der Stadt Bornheim in unterschiedlichen Projekten und Einrichtungen wie etwa der Kulturraum Sechtem und das Life-Kompetenz-Training an der Heinrich-Böll-Sekundarschule in Merten.

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Alle Fotos und Text: Rainer Schumann, Pressesprecher der Stadt Bornheim