Theorie und Praxis vereinen

Auf dem Foto ist Henrike Mohrenstecher vor dem Kultur Café in Siegburg zu sehen

Kirche und Diakonie bieten vielfältige  Ausbildungsmöglichkeiten. Für eine ganz besondere hat sich Henrike Mohrenstecher entschieden: Sie studiert Sozialpädagogik an der Internationalen Berufsakademie (iba) in Köln im Dualen Studium. Was das genau ist und welche Chancen das Modell birgt verrät sie im Interview.

1. Sie absolvieren ein Duales Studium der Sozialpädagogik - was bedeutet
das genau?

Ein duales Studium sorgt für eine Verbindung von Theorie und Praxis. Meine Woche sieht so aus, dass ich an zwei Tagen die Hochschule besuche und die restlichen drei Tage arbeite. Somit sammle ich möglichst viel Praxiserfahrung und kann neu erlerntes Wissen direkt in meinem Betrieb anwenden. Gerade für das Fach Sozialpädagogik, in dem der Umgang mit Menschen im Vordergrund steht, empfinde ich dies als sehr sinnvoll.


2. Wie sehen Ihre Aufgaben im Kulturcafé aus?
Ich arbeite im Kulturcafé in Siegburg, eine offene Einrichtung für Jugendliche im Alter von 11-25 Jahren. Meine Hauptaufgabe ist die Arbeit im offenen Bereich. Dort bin ich Ansprechpartner, Gesprächs- und Spielpartner, Streitschlichter und helfe bei persönlichen Anliegen. Einmal in der Woche leite ich eine Fitness-AG für Mädchen ab 14 Jahre.

3. Gibt es besondere Herausforderungen?

Eine besondere Herausforderung in diesem Tätigkeitsfeld ist die Trennung zwischen beruflichen und privaten Aspekten. Es ist wichtig, sich in die Situation der Besucher hineinzuversetzen, gleichzeitig aber auch die Sachebene stets zu wahren.


4. Lassen sich die Lerninhalte des Studiums und das "richtige Leben" gut
miteinander verbinden?

Diese Frage kann man aus zwei Blickrichtungen betrachten.

Die Lerninhalte meines Studiums lassen sich mit meiner Tätigkeit im Praxisbetrieb sehr gut vereinen. Es werden stets aktuelle und neue Lerninhalte und Methoden vermittelt, so kann ich mein neues Wissen mit in meine Arbeit einbauen. Davon profitiert auch mein Praxisbetrieb.

Ein duales Studium nimmt oft mehr Zeit in Anspruch als ein klassisches Studium. Mit etwas Planung lassen sich Studium und Freizeit trotz des engen Zeitplans gut verbinden.



5. Haben Sie schon Ideen und Pläne für Ihre berufliche Zukunft?

Einen ganz genauen Plan für die Zukunft habe ich noch nicht. Klar für mich ist nur, dass ich nach meinem Abschluss weiterhin gerne in der Kinder- und Jugendarbeit arbeiten möchte. Den Rest lasse ich dann erst einmal auf mich zukommen.

 

Mehr zum Kulturcafé in Siegburg gibt es hier.