Projekte

Das Evangelische Kinder- und Jugendreferat bietet die Koordination und Qualifizierung der Ehren- und Hauptamtlichen der Jugendarbeit sowie konkrete Flüchtlingsprojekte an.

  • SUP (Stand Up for Peace)
    „Stand up for Peace“ (SUP) ist ein gemeinsames Friedensprojekt des Evangelischen Kinder- und Jugendreferats An Sieg und Rhein und Bonn sowie der Evangelischen Jugend Beuel. Das Projekt richtet sich gezielt an Jugendliche (ab 14 Jahren) und soll ihnen das Thema Frieden auf unterschiedliche Weise näher bringen. Insgesamt besteht das Friedenprojekt SUP aus sechs Modulen. Diese sind teils ganztägige Veranstaltungen, teils Abendveranstaltungen und finden von Mai bis Dezember 2018 statt. Die Veranstaltungen in Beuel sind kostenlos. Die Auftaktveranstaltung findet am 12. Mai 2018, von 11 bis 17 Uhr, in der Nachfolge-Christi-Kirche, Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, in Bonn statt. 
    Gemeinsam mit den Jugendlichen soll das Thema Frieden aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt werden. An den ersten beiden Tagesveranstaltungen werden die Begriffe Frieden, Konflikt und Gewalt geklärt. Des Weiteren gibt es eine Einführung in konstruktive Konfliktbe-arbeitung und gewaltfreie Aktionen. Zur Veranschaulichung wird eine gewaltfreie Aktion mit den Jugendlichen selbst „durchgespielt“.
    In den folgenden Veranstaltungen, - die genauen Termine sind dem Flyer zu entnehmen -, liegt der Fokus auf dem Umgang mit rechter Gewalt und der deutschen geschichtlichen Ver-antwortung. Ein Zeitzeuge berichtet aus seiner Zeit in Beuel während des Zweiten Weltkrieges. 
    Dem Thema Flucht, welches gerade von rechtspopulistischen Parteien und Vereinigungen einverleibt wurde, wird sich durch das Spielen von thematischen Computerspielen genähert. Diese versetzen die Spielerinnen und Spieler altersgerecht in die Situation vor und während einer Flucht. Diese intensive Veranstaltung begleitet Medienpädagoge Thomas Schaaf.
    Die vorletzte Veranstaltung, am 3. November 2018, betreuen die Referentinnen der Erwachsenenbildung (eeb) An Sieg und Rhein und der Freiwilligenagentur des Rhein-Sieg-Kreises. Andrea Eisele und Birgit Binte-Wingen geben praktische Tipps für Gespräche, in denen rechte Pauschalisierungen und Wut nicht die Oberhand gewinnen sollen, und zeigen auf, wo Fallstricke liegen und wie sich Grenzen ziehen lassen. In kleinen Rollenspielen werden die Jugendlichen die Tipps gegen rechte Parolen einüben.
    Zum Abschluss von SUP steht eine zweitägige Bildungsfahrt nach Frankfurt an. Dort wird das Theaterstück „Monsieur Claude und seine Töchter“ und eine internationale Friedensinitiative besucht. Die Fahrt kostet 30 Euro.
    Betreut wird das gesamte Projekt von Sofia Renner, Friedens- und Konfliktforscherin und Epe David, Gemeindepädagogin.

  • Ehrenamtler*in-Fachtag "Flucht und Migration" 
    Das deutsche Asylsystem ist undurchsichtig, vielschichtig und vielen nicht verständlich. Geflüchtete werden meist populistisch eingeteilt in gute Kriegsflüchtlinge und böse Wirtschaftsflüchtlinge. Die gesamte Bandbreite des Themas wird vernachlässigt. Flucht, Migration und Asyl sind Themen unserer Zeit. Doch die meisten Infoveranstaltungen richten sich an erwachsene Helfer*innen. Die Fragen der Jugendlichen bleiben häufig unbeantwortet.
    Der Ehrenamtler*in-Fachtag gibt den Jugendlichen die Chance ihre Fragen ohne Hemmungen zu stellen.

  • Interkulturelle Grundqualifizierung
    Die Qualifizierung erfolgt durch Schulungen und Workshops u.a. zu den Themen Flucht, Asylrecht, Integration, Identität, Kommunikation und interreligiöser Austausch. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, Sprachbarrieren und Berührungsängste zu überwinden. Im Vordergrund steht der Hinweis auf ein ressourcenbasiertes Arbeiten mit den Jugendlichen. Junge Geflüchtete bringen Ideen, Vorstellungen und Wünsche mit, auf denen die Arbeit fußen soll. Zudem sollen die vorhandenen Ressourcen gestärkt und in die Arbeit miteinbezogen werden.
    Die Schulungen und Workshops werden von ausgebildetem Fachpersonal übernommen.
  • JULEICA-Aufbaukurs "Frieden und Flucht"
    Während einer Wochenendschulung wird den Jugendlichen durch unterschiedliche Methoden ein geweiteter Blick auf Frieden weltweit sowie die Zusammenhänge der aktuellen „Flüchtlingskrise“ mit unserem Frieden vor Ort vermittelt.
    Zudem steht die Klärung und Entwicklung der eigenen interkulturellen Kompetenz der ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Fokus.
    Die Schulung vermittelte den Ehrenamtlichen Basiskenntnisse. Sie lernen auf interkulturelle Aspekte sensibel zu reagieren, erfolgreich zu kommunizieren und mit Konflikten produktiv umzugehen. 
    Gerade das Thema „Flucht, Migration und Asyl“ wird von Jugendlichen mit viel Interesse verfolgt. Viele Fragen zum Asylverfahren, wie auch zum inneren Konflikt vor einer Flucht werden daher ebenfalls behandelt.    
  • Wochencamps im Kulturcafé
    Das Evangelische Kinder- und Jugendreferat und das Kulturcafé in Siegburg veranstalteten Wochencamps ohne Übernachtung für Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung. Unsere Feriencamps werden mit unterschiedlichsten Aktivitäten im Kulturcafé sowie in der Umgebung gefüllt. Es geht u.a. in den Kletterwald in Hennef, zum Fotografieren nach Bonn oder zum Minigolfspielen nach Troisdorf. Zudem wird im Kulturcafé gekocht und Wissen über die Weltreligionen erarbeitet.
    Die integrativen Camps fördern den Spracherwerb und die Ortsverbundenheit der geflüchteten Jugendlichen. Zudem lernen die geflüchteten und nicht geflüchteten Jugendlichen die Lebenswelt des jeweils anderen kennen und verstehen.
    Für das Jahr 2018 sind vier Camps geplant.
  • Wochenendcamps in Kooperation mit den Kirchengemeinden
    Das Kinder- und Jugendreferat bietet den Kirchengemeinden der Kirchenkreise An Sieg und Rhein und Bonn Kooperationen in der Flüchtlingsarbeit an. Dazu zählen Wochenendcamps für Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung.
    Die Kirchengemeinde Hennef hat dies Angebot angenommen und 2017 ein Wochenende für Jugendliche angeboten. Hierbei standen Kochen, Klettern und Musik machen, genauer Stomp, auf dem Programm.
    Möchten auch Sie ein Wochenendcamp veranstalten, dann rufen Sie uns einfach an!