Tagebuch Face to Face

Mittwoch, 5. August

Nach einem ruhigen Flug sind wir heute überpünktlich um 8.56 Uhr in Frankfurt gelandet und mit dem Zug um 10.50 Uhr in Siegburg angekommen. Dort wurden wir von Eltern und Freunden herzlich begrüßt. Es ist auch schön wieder nach Hause zu kommen.

Dienstag, 4. August

Letzter Tag in Namibia: Heute heißt es Abschied nehmen: 3 Wochen sind wie im Flug vergangen - die Erfahrungen halten ein Leben lang…

Nach einem ausführlichen Rückblick und Austausch über unsere Erfahrungen kam der Zeitpunkt Goodbye zu Betty und Ismael zu sagen. Das fiel auf beiden Seiten sehr schwer. Aber im Vertrauen auf ein Wiedersehen - in Deutschland oder Namibia.

Nun warten wir auf den Abflug… 21.25 Uhr Ortszeit…Ankunft in Frankfurt 09.10 Uhr.

Montag, 3. August

Heute ging es nach dem Frühstück und Morgenandacht nach Katutura. Katutura die Location von Windhoek. Location oder übersetzt: Armenviertel. Wir hatten bei unserer Reise durch Namibia schon einige dieser Locations gesehen, aber Katutura ist unbeschreiblich: Wellblechlütte an Wellblechhütte, häufig kein Strom, kein Wasser, keine richtigen Straßen - uns fehlten die Worte. Wie viele Menschen in Katutura leben? Das weiß niemand genau, da täglich Menschen aus dem Norden, aus Botswana, von überall hier aufschlagen und im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht ihre Hütten aufbauen. Welch ein Kontrast, wenn man/frau 5 Autominuten entfernt wieder mitten in Windhoek mit Shoppingmalls und dem ganz normal gewohnten Großstadtleben landet.

Die anschließende Diskussion über die Armutsverhältnisse Namibias führte noch einmal vor Augen, dass auch die namibische Regierung kaum weiß, mit welchen Maßnahmen sie diese Situation auflösen kann. Zu groß ist die Not, zu groß ist der Geldbedarf.

Am Nachmittag ging es noch einmal in zu einem Rundgang durch Windhoek: Alter Bahnhof, Kududenkmal, Probesitzen im Desertexpress und durch Zufall konnten wir das Kulturfestival der University of Management besuchen.

Der letze Abend wurde „spielend“ abgeschlossen.

 

Sonntag, 2. August

Bereits um 6.00 Uhr klingelte bei allen der Wecker, schnell gefrühstückt und ab ins Auto. Nach einer Stunde Fahrt Ankunft in Okahandja und Teilnahme an einem ganz besonderen Service: Einführungsgottesdienst des neuen Generalsekretärs der ELCRN. Die gesamte Prominenz der ELCRN sowie Minister Kameeta (ehemaliger Bischoff der ELCRN) waren anwesend. Selten war ein 4stündiger (Ja, es ist schon richtig: 4 Stunden - kein Tippfehler) Gottesdienst so kurzweilig - zumal es der Erste war. Anschließend wurden wir noch zum Mittagessen in das Andreas Kukuri Zentrum eingeladen. Zur großen Überraschung durften/mussten Anja und Stephan auf dem Podium mit dem neuen Generalsekretär Petrus Khariseb und Bischof Ernst//Gamxamub Platz nehmen. Nach einem sehr guten Essen und sehr interessanten Gesprächen: Rückfahrt nach Windhoek.

Nach einen kurzen Stopp fuhren wir noch zum Hotel Thule von dort aus um einen Sundowner über den Dächern von Windhoek zu genießen. Eingeladen waren wir von Lars, den wir beim Besuch der Chrischonagemeinde kennengelernt haben und ein Verwandter von Gweny ist. Lars Frau wiederum, ist die Tochter des Hoteldirektors…. Mit den beiden entwickelte sich ein intensives Gespräch über das Leben und aufwachsen in Namibia als Weiße: Sie, Monika, in Othjiwarongo geborene Deutschnamibianerin und er, Lars, in Namibia arbeitender deutscher Theologe.

Nach der Rückfahrt noch eine kurze Besinnung und Feedback und wie immer sehr müde ins Bett.

 

Samstag, 1. August

Nach dem Frühstück und der Devotion stand ein Stadtspiel in Windhoek auf dem Programm, dass zu interessanten Begegnungen führte.

Der nachmittägliche Versuch den Heroes Acre zu besuchen scheiterte, da die im Reiseführer ausgewiesene Öffnungszeit: 7 Tage die Woche von 9.00 - 18.00 Uhr, von der Realität eingeholt war: 9.00 - 15.00 Uhr. So standen wir um 16.30 Uhr vor verschlossener Tür, konnten aber einen eindrucksvollen Blick auf den Obelisken genießen.

Zum Abendessen ging es wieder in die Pizzeria Sicilia (eine wirkliche Empfehlung für Windhoekreisende) und anschließend sehr früh ins Bett, da für den nächste Tag die Teilnahme am Service in Okahandja angesagt war.

 

Freitag, 31. Juli

Heute Morgen zunächst Morningdevotion im Headoffice der ELCRN. Der Bischoff begrüßte uns wiederum sehr freundlich und erkundigte sich nach unseren Erfahrungen, von denen es sehr viel zu erzählen gab. Anschließend Frühstück und danach ein Gespräch mit dem neuen UEM Generalsekretär. Anschließend ein bisschen Sightseeing und Geschichte in Windhoek: Christuskirche, Museum, Alte Feste und natürlich Shopping.

Die Stadt war sehr voll. Hintergrund: Payday (Zahltag). Sehr viele Namibier holen ihr Geld von der Bank und dann steht einkaufen auf dem Programm. Apropos Geld: Unserer Reiseleitung ging das Bargeld aus und wir mussten feststellen, dass die mitgebrachten EC-Karten bei den hiesigen Geldautomaten keinen Anklang fanden. Almut von Niekerk sei Dank, kamen wir per Western Union doch noch zu dringend benötigtem Bargeld. Irgendwelche Fronarbeiten (Spülen, Strassenmusik und ähnliches) blieben uns erspart.

Am späten Nachmittag entwickelte sich nach dem Museumsbesuch eine intensive Diskussion mit Betty über die Geschichte Namibias und die Rolle der Swapo vor und nach der Unabhängigkeit. 

Nach dem Abendessen besuchten wir noch das Gemeindezentrum der Stadtmission (Chrischonagemeinde). Dort konnten wir an einer Jugendgruppe/Bibelarbeit teilnehmen. Eine interessante Erfahrung.

Andacht und Feedback schlossen den Tag ab.

 

Donnerstag, 30. Juli - ENDLICH

...ist er da - der 18. Geburtstag! Liebe Elisa: Herzlichen Glückwunsch und alles erdenklich Gute und Gottes Segen zur Volljährigkeit!!

Heute stehen neben Feierlichkeiten 400 Kilometer Fahrt nach Windhoek mit Zwischenstopp in Ondanghwa auf dem Programm.

Leider wissen wir nicht, ob es in Windhoek einen Zugang zum Internet gibt. Daher kann es zu Verzögerungen im Tagebuch kommen... 

 

 

Mittwoch, 29. Juli

Nach dem Frühstück ging es zur höchsten Düne der Welt (Dune 7) - 380 Meter! Von unten betrachtet wirkte die höchste Düne noch harmlos. Spätestens nach 10 Metern war klar, dass wird kein leichtes bis nach oben zu kommen. Friederike und Philip waren zuerst oben und verdienten sich den Respekt der anderen. Belohnung für die Dünenerklimmung war ein toller Blick über die Weite und auf den Atlantik. Der Abstieg war beschwingter. 

Ein Abstecher nach Walvisbay und die Salzmine rundeten den Ausflug ab. Zurück in Swakopmund, war noch einmal ein Rundgang (diesmal bei strahlendem Sonnenschein) angesagt oder für einige Schlaf nachholen. 

Zum Abendessen wurden wir mit einer wunderbar schmeckenden und selbst zubereiteten Gemüsesuppe verwöhnt. Psychiater, Feedback und kurze Andacht beendeten den offiziellen Teil des Tages. Anschließend war es für Elisa kaum noch auszuhalten auf Mitternacht zu warten... So richtig wusste keiner von uns warum...:-)).

Dienstag, 28. Juli

Heute stand ein Programmpunkt ganz oben: keine Busfahrt! Der Tag wurde zum entspannen und zum Sightseeing in Swakop genutzt. Ein Besuch im Aquarium erweiterte unseren Horizont über atlantische Meerestiere. Ansonsten wurde der Tag zum Wäschewaschen, Schlaf nachholen, Spaziergängen und gemeinsamen kochen genutzt. Abgeschlossen wurde der Tag mit psychiatrischen Spielen und unserer gewohnten Feedbackrunde und Andacht.

Montag, 27. Juli

Ein tolles Frühstück im "Out of Africa" und ab auf die Strasse Richtung Küste. Unser Ziel heute: Swakopmund - 380 Kilometer entfernt. Nach einer langen Fahrt und Durchquerung von Ausläufern der Namibwüste erreichten wir "Swakop". Übernachtung erfolgt im "Erholungsheim" der ELCRN - heißt wirklich so. Nach dem ersten Rundgang hatten wir zwei Gedanken: Unsere letzte Unterkunft "Out of Africa" hatten wir morgens verlassen um nachmittags in Swakopmund und gefühlt out of Africa zu sein. So ganz anders erlebten wir die Stadt als das bisher gesehene. Betty hatte uns schon angekündigt, dass Swakopmund sehr deutsch geprägt ist - aber so?

Zum ersten Mal haben wir gemeinsam gekocht: Na, dann auch gleich mal Nudeln mit Tomatensoße - ohne Fleisch, dass kann kaum einer von uns mehr essen...

Sonntag, 26. Juli

Heute stand unsere Trekkingtour auf den Waterberg auf dem Programm. Nach einer Stunde Anfahrt ging es gut gerüstet auf den Berg. Der Aufstieg war auch für Ungeübte gut zu bewältigen, so dass wir nach gut 45 Minuten "on top of the rock" waren. Belohnt wurden wir mit einem fantastischen Ausblick über die Weite Namibias. Nach einer Stärkung mit Broten und Keksen ging es wieder bergab mit uns.

In unserer Unterkunft im "Out of Africa" wurden wir nach den "Bergstrapazen" von Elke (Besitzerin des Guesthouses) im angeschlossen Hotel mit einem tollen Abendessen verwöhnt - zu einem "very special price". So ergeht es netten Menschen schon einmal ;-). Zudem erzählte uns Elke ihre Lebensgeschichte als deutschstämmige in Otjiwarongo geborene Namibianerin. Es entspann sich eine spannende Diskussion mit ihr. Interessant vor allem die Zeit um 1990 als Namibia unabhängig wurde.

Mit einem gruppendynamischen Wüstenabenteuer, bei dem sich Gweny als beste Überlebenskünstlerin zeigte und Feedback/Andacht wurde der Tag abgeschlossen.

Samstag, 25. Juli

Tatsächlich waren denn auch heute Morgen einige von unserer Gruppe bereits um kurz nach 05.00 Uhr am Wasserloch. Außen den beiden Löwen waren aber leider keine weiteren Tiere anzutreffen. Um 7.24 Uhr ging es dann wieder auf die Schotterpiste (noch einmal 74 Kilometer durchschütteln), da wir den Park bis 10.45 Uhr verlassen mussten. Unsere Hoffnung, weitere Tiere hautnah zu erleben wurde mehr als übertroffen: Rhinos, Löwen, Zebras, Giraffen, Oryxe, Warzenschweine, Schakale... Beeindruckend war es, noch einmal Löwen anzutreffen - in der Anzahl im Etoshapark eher selten - aber wir hatten einfach Glück:-).

Nach verlassen des Parks ging es weiter in Richtung Otjiwarongo zu unserer nächsten Unterkunft: Out of Africa. Einchecken, noch schnell für den morgigen "Wandertag" auf den und auf dem Waterberg einkaufen, Abendessen in der Pizzeria (ja, gibt es in Namibia auch, wenn auch sehr selten...), Abendandacht, Feedback und wieder einmal sehr müde ins Bett.

 

 

Freitag, 24. Juli

Ausgiebig gefrühstückt und auf die Strasse Richtung Etoshapfanne. Nach 2 stündiger Fahrt konnten wir das nördlichste Gate passieren und waren in froher Erwartung der "Big Five". Es dauerte auch nicht lange und eine Herde von Zebras und ungezählte Springböcke und Oryxe beeindruckten uns mächtig. Höhepunkt war aber eine Begegnung mit einem neugierigen Elefanten, der sich Zeit nahm unseren "Mädelsbus" ausgiebig zu beschnuppern - was zu ausgiebigem Geschrei im Bus sorgte. Der Elefant nahm es äußerlich gelassen hin. Insgesamt 74 Kilometer Schottenpiste und 4 Stunden später erreichten wir unser Zwischenziel im Park die Halali-Lodge. Kurz Einchecken und ab ans Wasserloch. Diese Idee hatten ungefähr gefühlte 10.000 weitere Besucher. Machte nichts - das Rhinozeros kam trotzdem - war aber auch ziemlich unter sich. etwas entfernt konnten einige noch ein Löwenpärchen beim Verzehr eines Elefantenkadavers beobachten. Auch der Sonnenuntergang war einmalig. Anschließend noch ein tolles Abendbuffet im Restaurant und ab ins Bett, da der nächste Morgen bereits um 05.00 Uhr mit einem weiteren Besuch am Wasserloch starten sollte.

 

 

Donnerstag, 23. Juli

Nach einer kurzen Nacht ging es heute gefühlte 300 km in Richtung Norden. Unsere nichtschlafenden jungen Reisenden konnten den ersten Elefanten in freier Wildbahn bewundern (Philip und Friederike). Die anderen müssen sich gedulden oder mit hunderten Kühen, Ziegen, Eseln und Hunden am Strassenrand vorliebnehmen.

Nach alter Pfadfindermanier haben wir dann auch unsere Lodge (Mazizi) gefunden. Kurz Gepäck ausgeladen und auf zum Hungry Lion. Die älteste Missionsstation Namibias war unser nächstes Ziel. Sie wurde von einem deutschen Missionar gegründet und von finnischen Missionaren weitergeführt.

Danach folgte noch ein Sonnenuntergang on the road und ab zurück zur Lodge.

Eine Diskussion zur Situation der San (Buschmen) schloss einen langen Tag ab.

Abschluss wie immer.

Mittwoch, 22. Juli

Heute stand der Besuch in Tsintsabis auf dem Programm. Dort besuchten wir die Schule, in der Betty Kaula bis zum letzten Jahr als Schulleiterin tätig war. Auch hier wurden wir mit verschiedenen Gesangs- und Tanzeinlagen begrüßt. Ein Staatsempfang kann nicht besser sein. Danach ging es auf zu Treesleeper, wo wir einen ehemaligen Schüler (Moses) von Betty trafen und uns spontan zu einer San-Villagetour entschlossen. Moses erklärte uns anschaulich die sprachlichen Feinheiten der San, aber auch die Schwierigkeiten eines traditionell ausgerichteten Volksstammes in der heutigen Zeit.

Danach ging es schnell nach Hause, um unser Abschlussbarbeque vorzubereiten - letzter Abend in Tsumeb. Wir freuten uns über jede Menge Kinder und junge Menschen, die beiden Gemeindesekretärinnen, den Fahrer unseres Mittagessens und Dean Gerda Kayambu. Während die Kinder und Erwachsenen früh nach Hause mussten, saßen unsere jugendlichen Gäste bis in die frühen Morgenstunden im Garten zusammen. Abschiede sind einfach schwer....

Dienstag, 21. Juli

Unser Versuch, im Krankenhaus von Tsumeb mehr über die hohe Sterblichkeitsrate von Kindern und Jugendlichen zu erfahren, scheiterte leider.
Daher ging es auf die einstündige Fahrt nach Otavi zum Besuch der dortigen Gemeinde.  Auf dem Weg dorthin besuchten wir das drei Kilometer außerhalb von Otavi stehende Khorab-Friedensdenkmal (Khorab Memorial), welches zum Gedenken an die Kapitulation der deutschen Schutztruppe von Südwestafrika am 9. Juli 1915 errichtet wurde.

In der Gemeinde erwarteten uns zwei hervorragende Jugendchöre - wir können es leider nicht beschreiben, mann/frau muss sie hören und sehen: Chorvideo.

Und wieder einmal sind wir durch die Gemeinde mit einem köstlichen Mittagessen verwöhnt worden. Pastor Frans zeigte sich sehr an unserer Gruppe interessiert und an der Möglichkeit, evtl. selber mit Jugendlichen an einem Austausch mit unserem Kirchenkreis teilzunehmen.

Zufällig ergab sich noch die Möglichkeit ein Jugendhostel der Johanniter zu besuchen (Jubilate, eine Teilnehmerin aus dem letzten Jahr und Lorenz, ein Volunteers, sei gedankt). In solch einem Hostel leben Kinder und Jugendlichen von Eltern, die auf einer Farm arbeiten und sonst keine Möglichkeit zum Schulbesuch hätten.

Auf dem Rückweg haben wir noch schnell für unser Abschluss-Barbeque eingekauft - das bedeutet in Namibia: Fleischtheke leerkaufen.

Danach: Abendessen, Abschlussandacht, Feedback und schlafen.

Montag, 20. Juli

Heute (Donnerstag, 23.) haben wir mal wieder Internet und können das Tagebuch nachholen.

Bei einem Besuch im Kindergarten unter der Leitung einer Österreicherin namens Maggie, die Gweny beim APC-Konzert kennengelernt hat, wurden wir von jeder Menge Kinder im Alter von 3 und 4 Jahren bestaunt. Der anschließende Besuch eines Friedhofes führte uns die hohe Sterblichkeitsrate von Kindern und jungen Menschen erschreckend vor Augen.
Anschließend erwartete uns ein "Traditionell Ovambofood" - nicht jedermanns/-frau Sache - aber interessant. Die anschließenden traditionellen Tänze riefen eine größere Begeisterung hervor. Ebenso der musikalische Beitrag von "unseren" Twins Katja und Karina auf der Harfe.

Zum zweiten Treffen in der Exodusgemeinde kamen viele Jugendliche, aber auch Kinder, mit denen wir viel gespielt und gelacht haben. So konnten wir feststellen, dass der gute alte Plumpsack auch in Namibia gespielt wird. Danach ging es müde nach Hause und es reichte noch für ein Abendessen und den üblichen Tagesabschluss.

Sonntag, 19. Juli

Wir hatten die Entscheidung einen Gottesdienst von 6.30 - 10.00 Uhr oder von 10.00 - 12.00 Uhr zu besuchen - oder beide. Da sie in der gleichen Kirche hintereinander stattfanden. 5 1/2 Stunden waren uns - hoffentlich nachvollziehbar - etwas zu lang. In Absprache mit dem Pastor haben wir am ersten Gottesdienst ab 09.30 Uhr teilgenommen und am zweiten von Beginn. Eine bereichernde Erfahrung, dass Gottesdienst mit soviel Musik, Tanz und Lebensfreude in der Kirche stattfinden kann. Wir wurden jeweils herzlichst begrüßt und konnten unsererseits die Grüße aus unserem Kirchenkreis überbringen. Zwar konnten wir mit den Chören der Gemeinden nicht mithalten - aber unser vorgetragenes Lied fand wohlwollende Anerkennung.

Anschließend wurden wir von Betty Kaula zum Mittagessen in das Minenhotel eingeladen. Der Nachmittag wurde zur Entspannung und Vorbereitung einer Spielolympiade genutzt.Nach der Spielolympiade noch ein bisschen Braingames mit leichten bis nicht zu beantwortbaren Fragen über Namibia. Feedback und Abendandacht beendeten den Tag.

Samstag, 18. Juli

Heute haben wir 60 Tonnen Meteorit bewundert. Auf unserem Weg nach Grootfontain zum Besuch der Maranatha Gemeinde konnten wir diesen größten Eisen- und Nickelbrocken der Welt in Augenschein nehmen. Nach einem kurzen Stop an der ältesten Kirche (100 Jahre und katholisch) in Grootfontain ging es in die evangelische Kirche zum gemeinsamen Mittagessen mit Mitgliedern der Gemeinde, die zur Zeit einen neuen Pfarrer sucht.

Die Jugendlichen dort beschäftigen sich mit Themen wie Jugendarbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum. Es war interessant, sich mit Gleichaltrigen zu unterhalten und so ein Stück Lebenswirklichkeit kennenzulernen. Nach dem Überreichen unserer Gastgeschenke ging es los und wieder erwartete uns eine abenteuerliche Offroadstrecke. So stellten wir Auto, Rücken und Magen auf die Probe. Bis auf eine herabgefallene Stoßstange (die wir aber wieder anbringen konnten) wurde die Bumperstrecke gut verkraftet. Lohn war eine fantastische Landscape mitten im Nirgendwo auf der Ghaubfarm.

Als Höhepunkt des Tages besuchten wir das Konzert des APC, bei dem kleine und große Kinder ihre Talente präsentierten. 

Abendandacht und Feedback wie gehabt.

Konzertausschnitt der Marimbas

Freitag, 17. Juli

Wieder wurden wir von Elaine (Besitzerin des Gästehauses) zum Frühstück mit frischem Rührei und Bacon verwöhnt. Am Vormittag stand dann der Besuch des Otjikoto Lakes auf dem Programm, einer der wenigen ständig gefüllten Seen. Im Otjikoto Lake haben die Deutschen nach Ende des Ersten Weltkrieges ihre Kanonen und Waffen versenkt, damit sie von den „Feinden“ nicht genutzt werden konnten. Im anschließenden Besuch des Tsumeb-Musuems konnten wir diese bestaunen und mehr über die deutsche Geschichte in Tsumeb erfahren. Das örtliche Freilichtmuseum  gab noch einmal eindrücklich die Vielfalt der Völkerstämme Namibias wieder.

Nach dem wieder hervorragenden Mittagessen in der Exodusgemeinde (liebevoll von den Gemeindefrauen für uns zubereitet) gab es ein Treffen mit Jugendlichen der Gemeinde.

Zum Abschluss wie gewohnt Abendandacht und Feedback.

Donnerstag, 16. Juli

Heute (Sonntag) holen wir die letzten Tage nach, da wir in unserem Gästehaus kein W-Lan haben. So leidet unser Tagebuch etwas.

Nach einem ausgiebigem Frühstück wurde zunächst die Shopping-Mall von Tsumeb erkundet. Nach erfolgreichem Umtausch von Euro in Namibische Dollar und anschließendem Tausch von namibischen Dollar in Schuhe und diverse Kleidungsstücke wurden alle Handys noch mit namibischen SIM-Karten ausgestattet. Ohne SMS und WhatsApp geht es einfach nicht…

Nach dem Lunch in der Exoduskirchengemeinde haben wir noch einmal ausführlich das Programm besprochen. Auf dem Abendprogramm stand der Besuch des APC (Arts-Performance-Center). Das APC ist eine Musikschule, die Kindern die kostenlose Möglichkeit gibt, ihre künstlerische Seite zu entdecken. Das APC wurde von einer österreichischen Firma gesponsert und finanziert sich ausschließlich über Spenden.

Nach Abendandacht und dem gewohnten Feedback zum Tag ging es ziemlich müde ins Bett.

Mittwoch, 15. Juli

Nach einem tiefen und erholsamen Schlaf gab es die erste schöne Überraschung: Wir konnten am frühen Morgen an der Andacht der Mitarbeitenden der ELCRN teilnehmen und wurden dabei auch von Bischof Ernst//Gamxamub herzlich begrüßt. Der Bischof und die Mitarbeitenden freuten sich über die Grüße unseres Kirchenkreises. Mit den besten Wünschen und dem Segen des Bischofs versehen machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg nach Tsumeb. Nach 5-stündiger Fahrt mit diversen Warzenschweinen, Affen und Erdmännchen auf und neben der Straße erreichten wir unser Gästehaus in Tsumeb. Ein spontaner Besuch der Kirche und die Teilnahme am wöchentlichen Abendservice mit anschließendem Abendessen im Haus von Dean Gerda Kayambu rundeten einen anstrengenden und eindrucksvollen ersten Tag in Namibia ab.

Dienstag, 14. Juli 2015

06.36 ging es los mit dem Zug nach Frankfurt, um dort festzustellen: Flug überbucht! Das Angebot der Fluggesellschaft für 600 EUR cash erst am Abend über Johannesburg nach Windhoek zu fliegen, konnten wir trotz der Dollarzeichen in manchen Augen leider nicht annehmen.
So ging es dann mit einstündiger Verspätung und sehr sicher und ruhig nach Windhoek. Am Flughafen wurden wir herzlich von Betty Kaula (Leiterin der Partnergruppe aus Tsumeb) und Ismael Neideb (Teilnehmer der Partnergruppe und Elder der Gemeinde) begrüßt. Die Busfahrt nach Windhoek war kurz, und so konnten wir ziemlich ermattet unsere Zimmer im Gästehaus der ELCRN beziehen und erst einmal schlafen.