Flüchtlingsarbeit

Ankommen in Deutschland, das bedeutet für geflüchtete Menschen das Ende einer oft jahrelangen Odyssee und das Hoffen auf ein Leben jenseits von Krieg und Gewalt. Die nötigsten Hilfen haben sie erhalten, doch nun geht es um mehr – um die Integration in die deutsche Gesellschaft. Wirklich ankommen können Geflüchtete jeden Alters nur dort, wo sie auch willkommen sind und sie mit heimischen Personen in Kontakt treten können.


Theoretisch sind gerade junge Geflüchtete in der guten Ausgangslage in der Schule Deutsch zu lernen und Kontakte zu anderen Jugendlichen zu knüpfen. Eine Fremdsprache zu lernen ist jedoch eine langwierige Angelegenheit und benötigt Zeit. Aufgrund der fehlenden oder mangelnden Deutschkenntnisse, ist die Integration in den Schulalltag schwierig. Meist besuchen junge Geflüchtete Integrations- oder Internationale Klassen; der Austausch mit heimischen Jugendlichen bleibt somit gering. Der theoretische Vorteil kann dem folgend meist nicht ausgeschöpft werden.

Für eine schnelle Integration werden niedrigschwellige Angebote benötigt. Hier ist das Evangelische Kinder- und Jugendreferat An Sieg und Rhein und Bonn in der guten Lage im permanenten Austausch mit 45 Gemeinden bzw. deren hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit zu stehen. Insbesondere die Jugendarbeit besteht zudem aus vielen (jugendlichen) ehrenamtlich Mitarbeitenden, die höchst motiviert sind ihre Ideen und Ressourcen einzubringen. Die bereits bestehenden, gut funktionierenden Strukturen der Jugendarbeit sind die beste Ausgangslage für die Integration von jungen Geflüchteten.