Integrationsarbeit am Schulzentrum Neuenhof

von Achim Stommel

09.03.2021

Kontakthalten im Lockdown ist eine der zentralen Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe zurzeit: Das merkt auch das Team des zeithwerks.


Neben Hausaufgabenhilfe werden hier seit Januar dreimal in der Woche Zoom-Meetings für die beiden Deutschförderklassen der Alexander-von-Humboldt Realschule angeboten. Hierbei geht es vorrangig darum, mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, ihr Befinden zu erfragen und sich auszutauschen. Aber natürlich auch darum, miteinander zu lachen und Spaß zu haben.

Die Stundengestaltung ist je nach Klasse sehr unterschiedlich. Während es die eine Klasse kaum erwarten kann und direkt mit dem bekannten Spiel Stadt, Land, Fluss starten möchte, hat sich in der anderen Klasse das Ritual etabliert, dass jede Sitzung damit beginnt, dass alle, die mögen, anhand einer Skala von 1-10, erzählen, wie es ihnen geht. Im Anschluss wird auch hier immer ein Spiel gespielt, einerseits, um die Schüler*innen zu motivieren, Deutsch zu sprechen und andererseits auch, um ein bisschen Ablenkung in diesen schwierigen Zeiten miteinander zu haben. Gleichzeitig nutzen die Mitarbeiterinnen des zeithwerks diese Plattform, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wer vielleicht noch zusätzlichen Bedarf an Beratungen oder Austausch hat. Denn so können im Anschluss Einzelpersonen konkret angesprochen werden und ein individuelles Angebot erhalten.

Von diesen Angeboten wird rege Gebrauch gemacht und es ist schön zu sehen, wie sehr sich die Schüler*innen über die wöchentliche gemeinsame und ungezwungene Zeit freuen. Das Einzige, was ab und zu Schwierigkeiten bereitet, ist die Technik. So ist es schon vorgekommen, dass das Internet versagt hat, der Akku des Tablets plötzlich leer war oder ein zuvor erstellter Zoom-Link nicht funktionierte. Doch auch damit hat das Team schnell gelernt umzugehen und so manche Panne hat auch schon zu einigen Lachern geführt.