Klausur der hauptberuflich Mitarbeitenden in der Kinder- und Jugendarbeit 2026 in Nümbrecht
von Evangelisches Jugendwerk
27.01.2026
Nach dem obligatorischen Begrüßungskaffee starteten die insgesamt 19 Teilnehmenden am Montag mit ihrer Klausurtagung zu den Themen Soziale Medien und Mentale Gesundheit.
Dabei ging es neben aktuellen gesellschaftlichen und beruflichen Herausforderungen in eben benannten Themenbereichen insbesondere auch um die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen im Arbeitsfeld der Jugendmitarbeitenden.
Den thematischen Einstieg machte Achim Stommel mit einem niedrigschwelligen und praxisbezogenen Zugang zum Thema Künstliche Intelligenz. Dabei ging es nicht nur um die technische Nutzung von KI, sondern vor allem um deren Chancen, Grenzen und mögliche Einsatzfelder in der pädagogischen Arbeit. Die Teilnehmenden hatten hierbei die Gelegenheit, eigene Fragen und Unsicherheiten anzusprechen und über mögliche Sorgen zu diskutieren. Diese griff Matthias Schaar im nächsten Themenblock, bei dem es um die Schattenseiten der KI-Nutzung ging, auf.
Am Dienstag widmete sich die Gruppe dem Themenschwerpunkt der Medienpädagogik und der Bedeutung sozialer Medien im Leben junger Menschen. Neben Gruppendiskussionen mittels der Fishbowl Methode zur Frage „Wann sollten Kinder ein Smartphone erhalten“ gehörten hierzu auch praktische Einheiten wie die Auseinandersetzung mit sogenannten Booktoks.
Hierbei konnten die Kolleg*innen selbst zu Produzent*innen werden und ein Video im TikTok-Stil gestalten. Es entstanden sehr kreative Ergebnisse und alle Kolleg*innen schilderten, dass sie nicht damit gerechnet hätten, wie teilweise „einfach“ sich heute gute Videos produzieren lassen. Auch die gute Nutzbarkeit der einzelnen Tools wie z.B. dem Schnittprogramm zur Erstellung eben dieser Videos überzeugten.
Abschließend wurde sich mit den entsprechenden Gefahren im Internet für junge Menschen, wie Cybermobbing, Cybergrooming ebenso wie über problematische Inhalte, Fakenews bis hin zu Manipulation und Abhängigkeit auseinander gesetzt.
Am Mittwoch stand dann das Thema mentale Gesundheit im Fokus. Manuel Wenzel setzte hier Impulse zu Belastungen im pädagogischen Beruf und erläuterte das Vulnerabilitäts-Stress-Modell. Neben fachlichem Input gab es ebenso Raum für Austausch über die eigene mentale Gesundheit und die der Kinder und Jugendlichen und eine Auseinandersetzung mit entsprechenden Methoden zur Stärkung dieser.
So endete die Jahresklausur in Nümbrecht nicht nur mit vielen neuen Impulsen, sondern auch mit gestärktem Zusammenhalt und neuer Motivation für die Arbeit in den Gemeinden. Der Blick richtet sich nun auf die Herbstklausur, die vom 21-22.09.2026 stattfinden wird.